Nachdem ich bei Runningwilli.com mit diesem Testbericht, eine Testteilnahme vom Garmin Forerunner 910 XT gewonnen habe, möchte ich auch auf meiner Seite den Breicht endlich freigeben.
Über meine NIKE+GPS Sportwatch gab es bisher nur einen Vorstellungsbericht. Nun laufe ich seit über 3 Monaten mit der Sportwatch und kann dazu einiges berichten.
Lieferumfang der Nike+ GPS Uhr
- Nike+ GPS Sportuhr (66g leicht)
- Nike Footpod
- USB-Verlängerungskabel
- Anleitung
Die Verarbeitung der Nike+ GPS Sportwatch
Zuerst gehe ich auf die Verarbeitung ein: Sie wirkt solide, fast etwas klobig. Die Verschlusstechnik ist super durchdacht: Das Ende hängt sich im Band ein, so stört es nicht und kann nicht verrutschen. Die Löcher im Band lassen genügend Belüftung zu und man schwitzt nicht sonderlich mehr. Die Farbe ist ein Eyecatcher: Schwarz/neon kommt sie daher, ich liebe diese Kombination. Grandios finde ich die Idee, den USB-Anschluss in das Band einzulassen. Hier kommt kein unnötiges Material zum Einsatz- der Clip wird nach hinten geklappt und schon kann via USB die Verbindung hergestellt werden. Über diese USB- Verbindung wird auch die Batterie geladen. Das Band kann ich sogar über dickeren Laufjacken tragen, bezweifle aber, dass das bei Männern auch der Fall ist.
Kinderleichte Bedienung der Nike+ GPS Sportwatch
Nun zur Bedienung: Nike schreibt, dass man zuerst Nike+ Connect installieren muss. Hätte ich auch getan, wenn ich es unter dem angegebenen Link gefunden hätte. Also hab ich die Uhr doch einfach so angesteckt. Mein Netbook mit Windows Starter erkannte diese sofort, mein PC mit Windows 7 prof. 64 bit nicht. Wenn man dann im Explorer einen Doppeklick auf die Uhr ausübt, öffnet sich das Untermenü und man findet einen Link, der einem zu der Software führt.
Also hab ich Connect heruntergeladen (ein sehr kleines Programm) die Uhr vom Netbook getrennt und ausgeführt. Nun habe ich die Uhr wieder mit dem Netbook verbunden und bekam von Connect die Daten vom Vorbesitzer der Uhr gezeigt. Ich habe diese Uhr gebraucht gekauft, also musste ich erst mal alles zurücksetzen. Das ging auch super flott, schon konnte ich die Uhr auf mich einstellen.
Hier werden Angaben wie Alter, Gewicht und Größe gefordert. Man kann einstellen ob man Kilometer oder Meilen laufen möchte. Auch kann man Einstellen welche Anzeige man in groß haben möchte. Durch die kleineren Schwarzen Knöpfe kann zwischen Geschwindigkeit, Herzfrequenz, Uhr, vergangene Trainingszeit und Kalorien gewechselt werden.
In der Software kann auch ein Intervall Training angelegt werden, hier gibt die Uhr dann die Befehle RUN! für die vorher eingegebene Intervallzeit und REST! für die Ruhephase aus. Ein kleines Akustisches Signal begleitet dieses Befehle.
Mit der Nike Sportwatch können mehrere Sensoren verlinkt werden: Zum einen der Footpod, der im Fitnessstudio dennoch ein genaues Ergebnis liefern soll und den Polar Nike+ Coded Wearlink (der schon in meinem Besitz ist). Diese Verbindung muss vor jedem Lauf dann hergestellt werden um alle Daten zu erhalten. Die Batterie reicht für ca 9 Stunden Nutzung mit dem GPS. Trägt man die Sportwatch nur als Uhr soll der Akku 60-70 Tage halten, was aber bei mir als Uhren-Verweigerer nicht augetestet werden kann.
GPS Signal der Nike+ GPS Uhr
Die Uhr wurde von Nike in Zusammenarbeit mit TomTom entwickelt. Das ist auch gelungen, das GPS funktioniert einwandfrei. Ich hatte bisher nur einmal Probleme mit dem GPS Signal, da hat es 8 Minuten gedauert bis die Verbindung hergestellt werden konnte. Ansonsten ist das eine Sache von einer Minute und wenn man einen Footpod trägt, kann es via Quickstart sofort losgehen. Der Polar Coded Wearlink verbindet sich sekundenschnell, genauso wie der Footpod. Im Fitness-Studio nutze ich die Uhr auch um nur die Pulsfrequenz zu messen. Hierzu wird einfach im Menü der Footpod und das GPS deaktiviert.
Die Bedienung erfolgt über 3 Knöpfe, Runden können per Touch auf das Display gezählt werden. Auch das Licht ist per Touch anschaltbar. Das finde ich ziemlich benutzerfreundlich weil ich hier nicht nach einem Miniknopf suchen muss. Wenn man starten möchte und vorher alle Einstellungen durch hat, reicht ein Drücken des neonfarbenen Knopfes für 3 Sekunden. Die Einstellungen speichert die Uhr immer und selbige sind beim nächsten Start auch immer noch da. Sobald man den neonfarbenen Knopf während des Laufs drückt landet man im Pause Modus. Über Continue kehrt man zum Lauf zurück. Drückt man Pause und danach End beendet man den Lauf und bekommt eine übersichtliche Darstellung mit den wichtigsten Werten des Laufs.
Über die Abweichung der GPS- Werte kann ich leider nichts berichten, da ich weder eine Vergleichsuhr, noch eine genau vermessene Strecke habe. Beim Kottweilerer Silvesterlauf, der 10km lang ist, zeigte die Uhr eine Strecke von 9,96km an, was ich ziemlich genau finde, wenn ich an meine IPod-Messungen nur mit Fußpod zurückdenke. Hier war im Vorjahr ein 10,60 km auf meinem Ipod Nano zu finden.
Durch die Einstellung Autolap, zeigt die Uhr nach jedem gelaufenen Kilometer eine kleine Übersicht an und beginnt automatisch die nächste Runde, was bei Training auf einer Bahn sicher sehr hilfreich ist. Ein Highlight für mich ist die Erinnerungsfunktion: Wenn man mehrere Tage nicht Laufen war, erinnert einem die Uhr dran, das man ja mal wieder Laufen könnte. Diese Motivation benötige ich normalerweise nicht (meinen inneren Schweinehund habe ich ja gegen eine Motivationskatze ausgetauscht), aber dennoch ein schönes Gimmick für Läufer die diesen Schub nach draußen brauchen.
Nike Connect- die Datenauswertung
So nun zur Datenauswertung via Connect. Denn hier liegt für mich der große Schwachpunkt der Uhr. Von Polar bin ich besseres gewöhnt und auf den Seiten von Garmin der Tester des Forerunners 610 habe ich besseres gesehen. Hier liegt es an mir, ich habe mich vorher einfach nicht genug über die Nike+ Sportwatch informiert. In dem vorher angelegten Nike+ Account kann man dann die Daten des Laufes sehen, wenn man via USB die Daten der Uhr hochgeladen hat. Hier kann man den Streckenverlauf via Google-Maps anzeigen lassen und bekommt, sofern Brustgurt vorhanden, die Kilometer mit der Herzfrequenz angezeigt.
Mehr aber nicht. Trainingsfortschritte können nicht automatisch berechnet werden. Die Übersicht bei Nike+ umfasst jeden einzelnen Lauf, Übersichten die sich nach Tag, Monat und Jahr anzeigen lassen. Man kann an Wettbewerben teilnehmen. Die bekanntesten sind wohl The Human Race und Woman vs. Man. Freunde können hier gefunden werden und an jede Person Freundschaftsanfragen geschickt werden. Hier hält es Nike mit dem Datenschutz nicht sehr hoch. Die Email wird direkt vom persönlichen Account verschickt, so das der angefragte die private Mailadresse direkt angezeigt bekommt. Auch können über Nike+ direkt die Läufe via Facebook und Twitter geteilt werden. Hierbei kann man festlegen welche Daten sichtbar sind.
Das Fazit nach dem Test der Nike+ GPS Uhr
Mein Fazit zur Nike+ GPS Sportwatch: Wer einfach nur die gelaufenen Kilometer wissen möchte die er gelaufen ist, ist mit dieser Uhr gut bedient. Die Nike+ Community ist ein Tool das motiviert und einfach zu bedienen ist. Leider enttäuscht das ganze bei den Auswertungsmöglichkeiten. Für Profisportler ist diese Uhr sicherlich keine gute Option. Ich vermisse hier auch eine Track-Back Funktion. Denn mein Grund für GPS war, das ich mich beim Ausprobieren neuer Strecken gerne mal verlaufe. Ich denke aber, das die Uhr das bestimmt könnte und vielleicht bringt das ja ein Firmware-Update mit sich.



































